Befristung und Kündigung von Arbeitsverträgen

Wenn alle Hürden gemeistert sind, erfolgt in der Regel zuerst eine mündliche Zusage, dann geht Ihnen in den nächsten Tagen ein Vertragsangebot zu. Sie werden einen Vertrag in 2-facher Ausfertigung erhalten, den das Unternehmen bereits unterschrieben hat, mit einer Fristangabe, in der sich das Unternehmen an das Angebot bindet. Innerhalb dieser Frist, die Sie auch als Bedenkzeit bezeichnen können, müssen Sie sich dann entscheiden.

Sie sollten allerdings die Bedenkzeit nicht voll ausschöpfen, denn das Unternehmen könnte sonst den Eindruck gewinnen, Sie wollen eine Pokerpartie eröffnen und auf bessere Angebote warten. Gehen Sie immer davon aus, dass Unternehmen der gleichen Branche auch untereinander in Kontakt stehen.

Bestandteile des Arbeitsvertrages

Der Arbeitsvertrag wird in der Regel folgende Punkte enthalten:

  • Beginn und Art der Tätigkeit
  • Ort der Tätigkeit
  • Arbeitszeit, Mehrarbeitszeitregelung, Sondervereinbarungen, wie Schichtarbeit, Gleitzeit usw.
  • Dauer der Probezeit
  • Kündigungsfristen
  • Vergütung, Leistungszulage, freiwillige übertarifliche Leistungen, Eingruppierung bei
  • Tarifvertragszugehörigkeit
  • Regelung bei Dienstreisen
  • Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
  • in Einzelfällen Vermögensbildung
  • Urlaubsanspruch
  • in Einzelfällen Altersversorgung/Unfallversicherung
  • fallweise Einstellungsuntersuchung
  • Regelung zu nebenberuflicher Tätigkeit
  • Erfindungen
  • Wahren der Interessen der Gesellschaft
  • Datenschutz
  • sonstige betriebliche Regelungen
  • Schlussbestimmungen

Arbeitsvertrag – Bedingungen

1. Was drin steht und was manchmal verheimlicht wird

Die meisten Arbeitnehmer suchen im Arbeitsvertrag zuerst nach der Zeile mit dem Gehalt bzw. Lohn. Hinter dieser Zeile kann sich aber mehr verbergen, insbesondere dann, wenn auf einen Tarifvertrag Bezug genommen wird. Wird auf Formulierungen zurückgegriffen, wie z. B. „Im Übrigen gelten die Bestimmungen des Tarifvertrages.“, können z. B. auch die Zulässigkeit von Nacht- und Sonderschichten oder Details zur Überstundenvergütung geregelt werden. Finden Sie eine solche Formulierung, fragen Sie vor Unterschrift nach.

2. Die Arbeitszeit oder Der Arbeitnehmer muss immer flexibel sein?

Nach dem Arbeitzeitgesetz soll die regelmäßige tägliche Arbeitszeit nicht mehr als 8 Stunden betragen. Allerdings gibt es im Gesetz reichlich Ausnahmen. So ist in 10-Stunden-Tag durchaus zulässig, wenn die Arbeitszeit innerhalb von 6 Monaten ausgeglichen wird. Im Tarifvertrag können auch noch längere Schichten vereinbart werden. Der Mythos, dass Überstundenzuschläge Standard sind, ist grundsätzlich falsch. Es gibt nur Zuschläge, wenn sie der Tarifvertrag explizit vorsieht. Auch eine Bezahlung von Überstunden muss nicht erfolgen, wenn der Arbeitgeber Freizeitausgleich vorsieht. Hier kommt es auf die vertraglichen Regelungen an.

3. Urlaub – Wie viel Tage bekomme ich nun eigentlich?

Alle Arbeitnehmer, auch Teilzeitbeschäftigte, haben Anspruch auf bezahlten Urlaub nach dem Bundesurlaubsgesetz. Der gesetzliche Mindesturlaub beträgt 24 Werktage jährlich und bezieht sich auf eine 6-tägige Arbeitswoche. Beträgt die Arbeitswoche allerdings nur 5 Tage, fällt auch der Urlaubsanspruch geringer aus. Urlaubstage müssen immer als ganze Tage gewährt werden, auch wenn Teilzeitkräfte beispielsweise nur 3 Stunden arbeiten.

4. Urlaub frühzeitig planen

Der Arbeitgeber kann verlangen, dass der Mitarbeiter seinen Jahresurlaub frühzeitig plant und dann auch bei der Planung bleibt. Wurde der Urlaub genehmigt, dann darf ihn der Arbeitnehmer auch antreten. Nur echte Notfälle können den Arbeitnehmer dazu verpflichten, in der Firma Dienst zu tun. Als Notfälle gelten beispielsweise Feuer und Hochwasser, aber nicht Auftragsspitzen.

5. Das Weisungsrecht

Neue Mitarbeiter wollen oft gar nicht so recht glauben, dass sie manchmal Aufgaben erledigen sollen, die nicht zu ihrem Job gehören. Durch sein Weisungs- oder Direktionsrecht kann der Arbeitgeber aber grundsätzlich die Arbeitsabläufe und den Arbeitsinhalt bestimmen. Allerdings kann er nicht den Arbeitsvertrag außer Kraft setzen, wenn er z. B. eine kaufmännische Angestellte zur Lagerarbeiterin macht und das auf Dauer. In Notlagen allerdings kann ein Chef bestimmen, dass ein Angestellter aus dem Innendienst einen Außendienstler vertritt, wenn dieser krank wird.

Arbeitsvertrag auf Probe

Der Arbeitsvertrag auf Probe läuft am Ende der vereinbarten Probezeit (maximal 6 Monate) ab. Ist die Probezeit erfolgreich gewesen, muss am Ende ein unbefristeter Arbeitsvertrag geschlossen werden.

Oft enthält ein unbefristeter Arbeitsvertrag eine Probezeit von bis zu 6 Monaten. Eine Verlängerung der Probezeit, beispielsweise von 2 auf 6 Monate, ist erlaubt.

In der Probezeit ist eine Kündigungsfrist von meistens 4 Wochen zum Monatsende üblich. Der Gesetzgeber schreibt eine Kündigungsfrist von 2 Wochen während der Probezeit vor. Eine Kündigung ohne Angabe von Gründen seitens des Arbeitgebers während der Probezeit ist ohne weiteres möglich.

In jedem Fall muss die Kündigung fristgerecht und schriftlich erfolgen.

1. Was drin steht und was manchmal verheimlicht wird

Die meisten Arbeitnehmer suchen im Arbeitsvertrag

zuerst nach der Zeile mit dem Gehalt bzw. Lohn. Hinter dieser Zeile kann sich aber mehr verbergen, insbesondere dann, wenn auf einen Tarifvertrag Bezug genommen wird. Wird auf Formulierungen zurückgegriffen, wie z. B. „Im Übrigen gelten die Bestimmungen des Tarifvertrages.“, können z. B. auch die Zulässigkeit von Nacht- und Sonderschichten oder Details zur Überstundenvergütung geregelt werden. Finden Sie eine solche Formulierung, fragen Sie vor Unterschrift nach.

2. Die Arbeitszeit oder Der Arbeitnehmer muss immer flexibel sein?
Nach dem Arbeitzeitgesetz soll die regelmäßige tägliche Arbeitszeit nicht mehr als 8 Stunden betragen. Allerdings gibt es im Gesetz reichlich Ausnahmen. So ist in 10-Stunden-Tag durchaus zulässig, wenn die Arbeitszeit innerhalb von 6 Monaten ausgeglichen wird. Im Tarifvertrag können auch noch längere Schichten vereinbart werden. Der Mythos, dass Überstundenzuschläge Standard sind, ist grundsätzlich falsch. Es gibt nur Zuschläge, wenn sie der Tarifvertrag explizit vorsieht. Auch eine Bezahlung von Überstunden muss nicht erfolgen, wenn der Arbeitgeber Freizeitausgleich vorsieht. Hier kommt es auf die vertraglichen Regelungen an.

3. Urlaub – Wie viel Tage bekomme ich nun eigentlich?
Alle Arbeitnehmer, auch Teilzeitbeschäftigte, haben Anspruch auf bezahlten Urlaub nach dem Bundesurlaubsgesetz. Der gesetzliche Mindesturlaub beträgt 24 Werktage jährlich und bezieht sich auf eine 6-tägige Arbeitswoche. Beträgt die Arbeitswoche allerdings nur 5 Tage, fällt auch der Urlaubsanspruch geringer aus. Urlaubstage müssen immer als ganze Tage gewährt werden, auch wenn Teilzeitkräfte beispielsweise nur 3 Stunden arbeiten.

4. Urlaub frühzeitig planen
Der Arbeitgeber kann verlangen, dass der Mitarbeiter seinen Jahresurlaub frühzeitig plant und dann auch bei der Planung bleibt. Wurde der Urlaub genehmigt, dann darf ihn der Arbeitnehmer auch antreten. Nur echte Notfälle können den Arbeitnehmer dazu verpflichten, in der Firma Dienst zu tun. Als Notfälle gelten beispielsweise Feuer und Hochwasser, aber nicht Auftragsspitzen.

5. Das Weisungsrecht
Neue Mitarbeiter wollen oft gar nicht so recht glauben, dass sie manchmal Aufgaben erledigen sollen, die nicht zu ihrem Job gehören. Durch sein Weisungs- oder Direktionsrecht kann der Arbeitgeber aber grundsätzlich die Arbeitsabläufe und den Arbeitsinhalt bestimmen. Allerdings kann er nicht den Arbeitsvertrag außer Kraft setzen, wenn er z. B. eine kaufmännische Angestellte zur Lagerarbeiterin macht und das auf Dauer. In Notlagen allerdings kann ein Chef bestimmen, dass ein Angestellter aus dem Innendienst einen Außendienstler vertritt, wenn dieser krank wird.

Arbeitsvertrag auf Probe

Der Arbeitsvertrag auf Probe läuft am Ende der vereinbarten Probezeit (maximal 6 Monate) ab. Ist die Probezeit erfolgreich gewesen, muss am Ende ein unbefristeter Arbeitsvertrag geschlossen werden.

Oft enthält ein unbefristeter Arbeitsvertrag eine Probezeit von bis zu 6 Monaten. Eine Verlängerung der Probezeit, beispielsweise von 2 auf 6 Monate, ist erlaubt.

In der Probezeit ist eine Kündigungsfrist von meistens 4 Wochen zum Monatsende üblich. Der Gesetzgeber schreibt eine Kündigungsfrist von 2 Wochen während der Probezeit vor. Eine Kündigung ohne Angabe von Gründen seitens des Arbeitgebers während der Probezeit ist ohne weiteres möglich.

In jedem Fall muss die Kündigung fristgerecht und schriftlich erfolgen.