An Berufsfachschulen erfolgt die berufliche Erstausbildung mit Vollzeitunterricht. Die Dauer beträgt mindestens 1 Jahr. Die Aufgabe der Berufsfachschulen besteht darin, allgemein- und berufsbildende Lerninhalte zu vermitteln, sie bereiten auf die Fachbildung in einem Ausbildungsberuf vor oder führen unmittelbar zu einem Berufsabschluss. Ebenso unterschiedlich wie die Ausbildungsgänge sind auch die Ausbildungsdauer und die Ausbildungsabschlüsse. Bundes- und Landesrecht regeln die Ausbildungen.
Die Bestimmungen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG)gelten für die Förderung schulischer Ausbildungswege. Auskünfte erhalten Sie bei den Ämtern für Ausbildungsförderung bei den Stadt- und Kreisverwaltungen.
Aber auch andere Ausbildungen sind möglich. So bietet zum Beispiel die Wirtschaft eine praxisnahe Alternative zum Studium an. Die Ausbildungsgänge sind speziell auf Studienberechtigte zugeschnitten. Diese werden als „Sonderausbildungen der Wirtschaft“ oder „Abiturientenausbildung“ bezeichnet. Besonders durch Praxisnähe und den hohen theoretischen Anspruch zeichnen sich Sonderausbildungen aus. Oftmals gilt das duale System als Vorbild. Es ist möglich, nach 1,5 bis 2 Jahren einen berufsqualifizierenden Abschluss zu erlangen. Darauf folgt eine weitere 1 – 1,5 Jahre dauernde zweite Ausbildungsstufe. Neben der regulären Ausbildungszeit kann in Handels- und Handwerksbetrieben im dualen System eine Zusatzqualifikation ausbildungsbegleitend erworben werden, beispielsweise Betriebsassistentin/Betriebsassistent im Handwerk oder Handelsassistentin/Handelsassistent.
Mit der Ausbildung zur Betriebsassistentin im Handwerk haben Sie nach 3,5 Jahren eine Doppelqualifikation erreicht, zum einen den Abschluss in einem Handwerksberuf und zum anderen eine betriebswirtschaftliche Qualifikation. In speziellen Fachklassen werden in der Berufsschule Kenntnisse in den Bereichen Buchführung, Rechnungswesen, Marketing, EDV und Fremdsprachen vermittelt. Diese Kenntnisse sind die Grundlage für den Einstieg in Führungspositionen einen Handwerksbetriebes oder sie können als Basis für die Vorbereitung auf ein Studium dienen. Leider ist die Ausbildung zur Betriebsassistentin/zum Betriebsassistenten nur in bestimmten Handwerksberufen möglich und auch regional verschieden. Wenn Sie eine derartige Ausbildung anstreben, sollten Sie sich vorher informieren.