Noch bevor das Bewerbungsschreiben gelesen wird, prüft der Personalchef den Lebenslauf.
Sehr wichtig ist es, den Lebenslauf so übersichtlich wie möglich zu gestalten. Grundsätzlich wird zwischen dem ausformulierten bzw. handschriftlichen Lebenslaufund dem tabellarischen Lebenslauf unterschieden.
Ein professioneller Lebenslauf bringt Sie zum Vorstellungsgespräch!
- schärft Ihr Profil und hebt die gewünschten Fähigkeiten hervor
- ist übersichtlich, so dass wichtige Tatsachen schnell und leicht gelesen werden können
- präsentiert auf zwei Seiten oder weniger alle wichtigen Informationen
- ist grammatisch richtig ohne Schreibfehler erstellt
- ist auf Qualitätspapier gedruckt
Ihr Lebenslauf macht keinen guten ersten Eindruck, wenn er Mängel aufweist:
- schlechte Darstellung und/oder unübersichtlich
- kein Profil erkennbar
- schwierig zu lesen
- ohne ein optimales, auf den Lebenslauf abgestimmtes Bewerbungsschreiben
- zu lang oder zu kurz
- grammatisch falsch mit Schreibfehlern
- fotokopiert
- gefaltet
Die Bestandteile
- Persönliche Daten
- Name, Anschrift, Telefon, E-Mail, Geburtstag und -ort, Familienstand, gegebenenfalls auch die Nationalität. Auf die Nennung der Eltern wird verzichtet.
- Schulbildung
- Name der Schule, Ort
- Wehr-/Zivildienst/Freiwilliges Soziales Jahr
- Beim Ersatzdienst kann es sinnvoll sein, die entsprechenden Tätigkeiten genauer zu beschreiben, besonders wenn sich daran Teamgeist und besonderes soziales Engagement ablesen lassen. Dasselbe gilt auch für ein soziales Jahr.
- Ausbildung
- Name der Firma, Ort, Abschluss
- Studium
- Studiengang, Uni/FH, Studienort, Thema der Diplomarbeit, Abschlussdatum und Abschlussnote. Wichtig kann es hier sein, die Inhalte des Studiums genauer zu beschreiben. Eine passende Schwerpunktausbildung ist sehr nützlich, vor allem wenn man erkennt, dass die Schwerpunktausbildung aus eigenem Interesse heraus erfolgt ist.
- Studienbegleitende Tätigkeiten
- Hierzu zählen Stellen als studentische Hilfskraft usw.
- Praktische Erfahrungen
- Praktika mit Firma, Ort und Tätigkeit erfassen. Wichtig: Bei vielen Praktika bitte nur die Highlights erwähnen, sonst gehen die wirklich interessanten Informationen unter. Bei den wichtigen Praktika das Tätigkeitsumfeld beschreiben – je qualifizierter, desto besser.
- Auslandsaufenthalte
- Man kann diese im Bereich Studium bzw. Praktika unterbringen oder sie separat aufführen.
- Sprachkenntnisse
- Bitte immer mit Einschätzung: ausgezeichnet – sehr gut – gut. Wenn nicht mindestens gut, die Einschätzung weglassen.
- EDV-Kenntnisse
- Ebenfalls möglichst mit Einschätzung.
- Engagement im Studienumfeld
- Fachschaftsarbeit, Mitarbeit in einer Studierendeninitiative usw.
- Zusatzaus- bzw. Weiterbildungen
- Hobbys/Interessen/Gesellschaftliches Engagement
- Hobbys aber bitte nur aufführen, wenn sie weiteren Aufschluss über die Persönlichkeit geben, also zu der Bewerbung passen oder eine besondere Eignung für die Stelle erkennen lassen. Manche Hobbys lassen Verantwortungsbewusstsein, soziales Engagement oder Teamfähigkeit erkennen.
Trotz der Masse an Bewerbungsliteratur gibt es kein Patentrezept! Bei den Details muss man sich im Zweifelsfall auf das Fingerspitzengefühl und die Branchenkenntnis verlassen.
Lebenslauf schreiben – Checkliste
Der Lebenslauf ist der wichtigste Teil Ihrer Bewerbung, er schärft Ihr Profil und hebt die gewünschten Fähigkeiten hervor.Er sollte nur 2 bis maximal 3 Seiten lang sein. Aber quetschen Sie nicht alles auf eine Seite. So wird er nur unübersichtlich.
Der Aufbau des Lebenslaufs erfolgt tabellarisch mit gliedernden Überschriften.
Für eine bessere Übersichtlichkeit arbeiten Sie mit Leerzeilen und Hervorhebungen (z. B. Fettdruck oder Kursivschrift). Dabei müssen Schrift und die Schriftgröße gleich wie im Bewerbungsschreiben sein.
Die Reihenfolge können Sie selbst wählen. Entweder Sie beginnen wie gewohnt mit der Schulbildung oder Sie fangen mit dem Aktuellen an und kommen dann zur Vergangenheit (also Berufspraxis, berufliche Weiterbildungen usw.).
Achten Sie bei Ihrem Lebenslauf auf Ausführlichkeit. Zu jedem Job sollten Sie kurze Inhalte angeben. Führen Sie aber nur die Tätigkeiten auf, die zum angestrebten Job passen.
Hobbys sind nur dann von Interesse, wenn sie zum angestrebten Job passen. Das ehrenamtliche Engagement dagegen wird immer angegeben.
Weist Ihr Lebenslauf kürzere Lücken auf (bis zu 4 Monaten), werden diese nicht kommentiert. Erst wenn Sie längere Zeit ohne Beschäftigung sind, können Sie diese Zeiten mit Weiterbildungen oder Kursen füllen. Diese müssen aber nachweisbar sein.
Lebenslauf englisch (Curriculum Vitae)
hre wichtigste Bewerbungsunterlage, wenn Sie sich auf Englisch bewerben, ist der Lebenslauf (Curriculum Vitae oder das Resume). Daher ist beim Verfassen allergrößte Sorgfalt geboten. Bitte beachten Sie: Pro Job Target wird ein eigener CV erstellt, um das Qualifikationsprofil optimal auf das Anforderungsprofil abzustimmen. Dies wird mit Hilfe der AIDA-Formel verdeutlicht:
A = Attention (mit Hilfe interessanter und auffälliger Unterlagen Aufmerksamkeit erzeugen)
I = Interest (Interesse wecken an Ihrer Person)
D = Desire (den Griff zum Hörer auslösen)
A = Action (Einladung zum Vorstellungsgespräch)
Bei Ihrer Bewerbung geht es in erster Linie darum, die Aufmerksamkeit des Entscheiders bei der ersten Durchsicht der Unterlagen zu wecken. Dabei ist neben den fachlichen Qualifikationen ein gelungenes Layout von entscheidender Bedeutung. Daher sollten Sie ein Curriculum Vitae immer am Computer und in tabellarischer Kurzform erstellen. Es ist nicht zwingend notwendig, den Lebenslauf auf einer Seite unterzubringen. Für englischsprachige Lebensläufe gibt es keine Regel und Sie können so viel Platz verwenden wie Sie benötigen. Auch wenn der Lebenslauf über die bei deutschsprachigen Lebensläufen üblichen 2 Seiten hinausgeht, kann er immer noch den Weg zum Traumjob ebnen. Achten Sie aber auf die richtige Präsentation der entscheidenden Kriterien.
In den USA gilt, sagt der Lebenslauf nicht zu, ist die Bewerbung am Ende. Schreiben Sie im Lebenslauf genau das, was Ihr potentieller Arbeitgeber hören will. Vermarkten Sie Ihre beruflichen Stärken. Auch beim Lebenslauf gilt, er sollte nicht länger als 1 Seite sein. Das Berufs- oder Karriereziel auszuformulieren ist im Curriculum Vitae nicht üblich. Die meisten Arbeitgeber bevorzugen einen chronologischen Lebenslauf. Deutsche Abschlüsse sollten Sie in ihrer deutschen Form belassen. Sie können in Klammern eine englische Umschreibung anfügen. Der amerikanische Lebenslauf wird nicht unterschrieben.
Um Diskriminierung zu vermeiden, sollten Sie keine Angaben zum Alter, Familienstand, Kinderzahl, Religionszugehörigkeit und Gesundheitszustand machen. Aus gleichem Grund sind auch keine Fotos üblich. Äußern Sie sich nicht zu Herkunft oder Beruf der Eltern, geben Sie keine Gehaltsvorstellung oder Kündigungsgründe an.
Formalien des Curriculum Vitae
Gliedern Sie Ihren Lebenslauf gut und gestalten Sie ihn übersichtlich. Absolute Fehlerfreiheit ist Pflicht. Nutzen Sie gutes weißes Papier im Format A4.
Der Lebenslauf (Curriculum Vitae) enthält folgende Rubriken:
- Persönliche Angaben
- Beruf
- Ausbildung, Studium oder Lehre
- Berufserfahrung
- Berufliche Erfolge
Zusatzinformationen
- Kurse oder Fortbildungen
- Mitgliedschaften
- Besondere Kenntnisse und Fähigkeiten
Hobbys aber bitte nur, wenn sie direkt etwas mit dem Beruf zu tun haben
Der Lebenslauf kann gestaltet werden als:
- chronologischer Lebenslauf
- ist die gängigste Form, die Berufserfahrung darzustellen
- funktioneller Lebenslauf
- Der funktionelle Lebenslauf ist besonders gut für Hochschulabgänger oder Bewerber, die ihre Berufserfahrung in Praktika, Volontariaten oder Studienreisen gemacht haben.
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